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Geschlechtersensible Jugendarbeit im Fan-Projekt Bremen e. V.

Die Geschlechtersensible Jugendarbeit begann Mitte der 90er-Jahre im Fan-Projekt Bremen als Projekt dreier Studentinnen der Universität Bremen. Diese initiierten nach einer Befragung einiger weiblicher Werderfans ein regelmäßiges Fußballtraining, ein Turnier sowie einen wöchentlichen Mädchentreff. Als das Projekt 1998 auslief, sollte dieser geschlechtersensible Ansatz kontinuierlich in die Fan-Arbeit verankert werden. Deswegen wurde schließlich 1999 eine hauptamtliche Stelle mit einem Umfang von 20 Stunden für die Geschlechtersensible Jugendarbeit im Fan-Projekt eingerichtet.

Seither hat sich viel verändert. Mädchen und Frauen gehören beim Fußball in Bremen mittlerweile zum gewohnten Bild: Es ist normal, dass sie ins Stadion gehen, bei Auswärtsfahrten anzutreffen sind und sich in verschiedenen Fangruppen engagieren. Die Frage, warum Frauen und junge Mädchen zum Fußball gehen, scheint weniger im Vordergrund zu stehen. Und auch die Diskussion, in welche Kategorie „Stadiongängerinnen“ einzuordnen sind - die Freundin, die ihren Freund ins Stadion begleitet, der weibliche Fan, der einen Spieler verehrt wie einen „Popstar“ oder die Frau, die selber Fußball spielt und kompetentes Wissen mitbringt – sind inzwischen so absurd wie überholt und auch für die pädagogische Arbeit irrelevant. Allerdings ist festzustellen, dass Frauen und junge Mädchen im Kontext Stadion, in dem ihre Anteil auf circa 20-30 % geschätzt wird, unterrepräsentiert sind und auch noch heute mit geschlechtsbezogenen Vorurteilen und Abwertungen konfrontiert sind. Anmachen, blöde Sprüche und sexistische Beleidigungen, auch der gegnerischen Mannschaft oder Fans sind keine Seltenheit.

So ist es wichtig, weiterhin den (manchmal speziellen) Bedürfnissen und Problemen von Mädchen und Frauen mit kompetenten Fachkräften zur Seite zu stehen, problematische Entwicklungen zu benennen und diese gemeinsam zu verändern. Eine Hauptaufgabe, neben der aufsuchenden Arbeit, ist daher der Austausch, die Netzwerkarbeit und Kooperation mit anderen Fan-Projekten und mädchenspezifischen Einrichtungen in Bremen. Seit 2009 setzt sich das das Team überdies mit allgemeinen Genderfragen auseinander und unterstützt Fans, Veranstaltungen mit Schwerpunkten wie Homophobie, Sexismus und Männlichkeit im Fußball zu organisieren.
 

Links und Tipps:

AK-Mädchen in Bewegung: https://www.facebook.com/ak.maedchen.in.bewegung

F_in - Netzwerk Frauen im Fußball: http://www.f-in.org/, https://www.facebook.com/frauenimfussball

Gender Kicks: Texte zu Fußball und Geschlecht von Antje Hagel, Nicole Selmer, Almut Sülzle (Hg.), 2005.

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