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Am Mittwoch, den 07.10.2015, nahmen wir mit unserem Kurs "Menschenrechte früher und heute" an einem Workshop zum Thema "Heimat und Fußball" teil. Der Tag startete für uns um 8.45 Uhr im OstKurvenSaal des Weser-Stadion und endete gegen 15.30 Uhr. Wir begannen mit einer Führung durchs Stadion und erkundeten danach erstmals unseren eigenen Migrationshintergrund. Wie wir feststellten, hatten wir nur sehr wenige gebürtige Bremer unter uns, um genau zu sein nur Einen von einundzwanzig. Der Rest hat nicht nur Vorfahren aus Deutschland, sondern stammt ursprünglich aus den verschiedensten Ländern, wie zum Beispiel auch aus Ägypten, Saudi Arabien, Türkei, Russland, Turkmenistan und den USA. Beeindruckt von dieser Tatsache, begannen wir eine Diskussion zu der Frage: Ab wann bin ich ein Ausländer? Wo ist meine Herkunft? Und was ist eigentlich dann meine "Heimat"? Wir alle schrieben auf einen Zettel, welche Dinge und Gefühle wir mit diesem Wort verbinden. Bei einer Auswertung am Ende des Tages stellten wir übrigens fest, dass bei den meisten die Antwort auf diese Frage lautet: "Heimat ist ein Ort, an dem ich mich wohl fühle". Auf Platz zwei kamen dann Familie und Freunde und dann folgten materielle Dinge, wie zum Beispiel WLAN oder Essen. Dass das Wort "Heimat" ziemlich vielseitig ist, ist nun uns allen klar. Aber das war lange nicht alles, was wir von diesem Tag mitnehmen konnten.

Ousman Manneh – eine Glücksgeschichte

Nach einer Pizzapause interviewten wir dann nämlich Ousman Manneh, einen Flüchtling aus Gambia, der seit diesem Jahr bei Werder Bremens 2. Mannschaft der U23 spielt und an seinem 18. Geburtstag einen Profivertrag unterschrieb. Die Sprachschwierigkeiten überwanden wir mit improvisierten Dolmetschern und Lehrerhilfe. Wir erfuhren zum Beispiel, wie sein erster Eindruck von Deutschland war, wie er zum Fußballspielen kam und ob er Kontakt zu seiner Familie hat. Dass er über seine Flucht und die Gründe dafür nicht reden wollte, verstehen wir voll und ganz. Dass dies nicht schön war, können wir uns alle denken und wir wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft – und wir wissen auch, dass er viel Glück hatte, dass die meisten anderen Flüchtlinge nicht haben.

Auch dieses Interview brachte uns nah, wie wichtig es ist, eine Heimat zu haben und wie wichtig es ist, zu helfen, dass alle einen Ort so nennen können, damit sie sich ebenfalls irgendwo sicher und wohl fühlen. Nach weiteren spannenden Diskussionen, kamen wir endlich auf den gemeinsamen Nenner, dass "Heimat" wohl mit das Wichtigste auf der ganzen Welt ist!

Der Workshop zum Thema "Heimat und Fußball" fand im Zuge der ARD-Themenwoche im "Lernzentrum OstKurvenSaal" des Fan-Projekt Bremen e.V. statt. Finanziert wurde er durch "Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB|VHS".

Emilia Schlopath und Lena Sterzik (Schülerinnen des Profils "Menschenrechte" des Gymnasiums Links der Weser, Bremen-Kattenturm)

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